DAVNE

Digitale & Analoge Vernetzung Nachbarschaftlichen Engagements

Ziel von DAVNE ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für ältere Personen. Dies erfolgt durch die Schaffung eines niederschwelligen und bedarfsorientierten Angebots, welches ein längeres selbstbestimmtes und autonomes Leben fördert, das Zusammentreffen von Generationen auf Augenhöhe begünstigt und nachhaltig das defizitäre Bild der älteren Generation hin zu einem ressourcenorientierten Bild verändert.

Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung einer regionalen Vermittlungs-Plattform, welche

  •  die Nachbarschaftshilfe und das nachbarschaftliche Engagement (Community Care) fördert,
  • die Talente und Fähigkeiten von älteren Personen aufzeigt und auch anderen Generationen zugänglich macht (generationenverbindende Region),
  • die bereits vorhandenen Angebote der Gesundheitsförderung sowie die Unterstützungs- und Betreuungsangebote bündelt und der Zielgruppe niederschwellig und bedarfsorientiert zur Verfügung stellt.

Dies wird in Form einer Vernetzungsplattform realisiert, welche digital mittels Webplattform und analog durch regionale „Vermittler*innen“ zugänglich ist, und das gesamte Angebot bündelt und sichtbar macht.

 

Die drei wesentlichen Projektsäulen sind:

1. Koordinierung und Vermittlung von Nachbarschaftshilfe:
Dabei werden nachbarschaftliche Hilfeleistungen von ehrenamtlichen Helfer*innen übernommen:

  • Mobilität: Fahr- und Bringdienste, Einkaufsservice, Medikamentenservice, usw.
  • soziales Miteinander: Besuchsdienste, Spielenachmittage, Handarbeiten in Gesellschaft, usw.
  • Sport & Fitness: Spaziergehdienste, gemeinsam Turnen, usw.
  • Digitalisierung: individuelle Erklärung des Smartphones, gemeinsame Recherche im Internet, usw.

Das Angebot ist für die Klient*innen kostenlos, niederschwellig und völlig unbürokratisch in der Abwicklung. Was nicht in den Aufgabenbereich der Nachbarschaftshilfe fällt, sind Pflege- und hauswirtschaftliche Dienste.

2. Talente und Fähigkeiten von älteren Personen sichtbar machen:
Viele ältere Personen, die zwar in einigen Alltagssituationen Unterstützung benötigen, verfügen andererseits über Wissen, Talente und Fähigkeiten, die anderen fehlen. So können viele nicht mehr Nähen, Einkochen, Brotbacken, Kurrentschrift lesen, Dinge reparieren und vieles mehr. Fähigkeiten, die gerade die jüngere Generation oftmals sucht.
Diese Talente, Fähigkeiten und Ressourcen der Zielgruppe werden ebenfalls auf der Plattform dargestellt und so auch für andere Generationen zugänglich. Das fördert den Austausch unter den Generationen, wodurch die Basis für langfristige soziale Kontakte gelegt wird.

3. Bündelung von vorhandenen Gesundheitsförderungs-, Unterstützungs- und Betreuungsangeboten:
Auf der Plattform werden alle Angebote zur Gesundheitsförderung, welche in der Region speziell für die Zielgruppe bereits etabliert sind, gebündelt dargestellt. Auch bereits vorhandene Unterstützungsmöglichkeiten im Betreuungs- und Pflegebereich werden auf der Plattform entlang einer angepassten Form der „Customer Journey“ angeführt.

Durch die digitale Ausrichtung der Plattform werden die Vorteile der Digitalisierung genützt (anonym, jederzeit verfügbar, usw.), durch die analoge (persönliche Vermittlung durch Ansprechpersonen) das Angebot auch Menschen, welche keinen Zugang zur digitalen Welt haben, niederschwellig zugänglich gemacht.

Erstes Steuerungsgruppentreffen

WIE WOLLEN SIE STERBEN?

Mit dieser Frage startete das erste DAVNE - Steuerungsgruppentreffen am 14.2.2022 im Gasthaus Bauer.

Wir wollen in Würde, gesund, schmerzfrei, nicht pflegebedürftig in unseren Lebensabend eintauchen. Doch leider sieht dies im alltäglichen Leben meist anders aus. In einer europaweiten Statistik über „Gesunde Lebensjahre ab der Geburt“ steht Österreich im unteren Drittel. Der Durchschnitt der „gesunden Lebensjahre“ in Europa beträgt 64-63 Jahre. Wir Österreicher liegen bei 57 Jahren. Doch wann gilt man als gesund? Gesundheit ist ein Prozess und man kann jeden Tag etwas für seine Gesundheit tun.

Nach der Begrüßung durch Obmann Christian Seper stellte Doris Maurer (Projektleitung) DAVNE den Steuerungsgruppenmitgliedern humorvoll und umfassend vor und gab Einblicke in die Möglichkeiten der Gesundheitsförderung. „Gesundheitsförderung ist mehr als nur gesund essen und ausreichend Bewegung. Soziale Kontakte und ein gesunder Selbstwert sind genauso wichtige Faktoren für ein gesundes Leben“, so Maurer. Im Anschluss an die Projektvorstellung waren die Teilnehmer gefordert in Gruppen zu erarbeiten, was es braucht damit Menschen Unterstützung annehmen und die Digitale Plattform nutzen.

Mit dabei waren, neben Entscheidungsträgern des Waldviertler Kernlands, Ehrenamtliche aus der Zielgruppe (die sich bereits bei MahlZeit und Digital, gesund altern engagieren) genauso wie Veronika Müllner von Tut Gut und Paul Schachenhofer von der NÖ Regional. Auch diskutierten Vertreterinnen von den drei Pflege- und Betreuungsorganisationen (Hilfswerk, Volkshilfe und Caritas), die Obmänner der Nachbarschaftshilfe Plus Vereine Bgm. Günther Kröpfl und Bgm. Günter Schalko sowie die Projektleiterin von Nachbarschaftshilfe Plus Burgenland Astrid Rainer angeregt mit. Auch bei diesem Treffen fand eine Verbindung zwischen digital & analog statt, so waren einige Teilnehmer anwesend und andere Via Zoom dabei.