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Klimaschulprojekt Boden ErLeben

    Das Projekt

    Klimafitter Boden ist der Schwerpunkt dieses Projektes (gefördert durch den Klima- und Energiefonds). Die 6 teilnehmenden Schulen, die Volksschulen Albrechtsberg, Kirchschlag-Ottenschlag, Kottes-Purk, Sallingberg, Waldhausen und Weinzierl, freuen sich gemeinsam mit Projektbetreuerin Elisabeth Höbartner-Gußl darauf, das Thema „Boden ErLeben“ für die junge Generation greifbar zu machen.

    Der Aufbau des Bodens, Bodenlebewesen aber auch die Rolle des Bodens im Klimawandel werden dabei im gesamten Schuljahr im Unterricht beleuchtet. Ausgestattet mit einem Bodenkoffer werden die Schüler selbst als Bodenforscher tätig und beobachten die Würmer in der eigens aufgestellten Wurmkiste oder die Lebewesen im selbst angelegten Kompost. Exkursionen zum Wurmhof Thaler und zum Brantner Erdenreich sowie verschiedene Workshops ergänzen das Programm.

    Detektivisch erheben die Kinder außerdem die klimatischen Verhältnisse in der Schulumgebung, decken mögliche Schwachstellen wie Hitzeinseln auf und identifizieren Anpassungsmaßnahmen.

    Im Juni 2022 werden bei einem Abschlussfest die Ergebnisse des Projektes allen Schüler:innen der teilnehmenden Schulen sowie der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

    Ziel des Projektes ist es, Kindern deren Handlungsspielraum bewusst zu machen und ein nachhaltiges Verständnis für Klimawandelanpassung im Alltag zu schaffen.

    Aktivitäten

    Wurmkiste

    Im November 2022 aktivierten 5 der 6 teilnehmenden Volksschulen eine Wurmkiste in ihrem Klassenzimmer.

    Mit großem Eifer wurde die Kiste gemeinsam mit den Lehrerinnen selbst zusammengebaut und befüllt. Ab sofort sind die Schüler für das Wohlergehen der Bewohner der Wurmkiste, die Kompostwürmer, selbst verantwortlich. Diese benötigen ausreichend Futter in Form von Küchenabfällen und anderen organischen Abfällen. Bei wurmgerechten Bedingungen fressen sich die Würmer durch die Bioabfälle, vermehren sich rasch und produzieren wertvollen Humus. Dieser kann aus der Kiste entnommen und als Dünger im Garten oder für Topfpflanzen verwendet werden. Durch das Sichtfenster auf der Kiste können die Kinder die Würmer bei der Arbeit beobachten.

    Was in der Natur auf einem Komposthaufen von alleine geschieht, muss in so einem kleinen System gewissenhaft betreut werden. Das macht Spaß und bietet den Schülern die Möglichkeit, den Kreislauf der Natur hautnah mitzuerleben.

    Die Volksschule Kirchschlag-Ottenschlag legte gemeinsam mit Gärtnermeister Reinhard Laher einen Kompost im Schulgarten an und wird in den nächsten Monaten die Bodenlebewesen und den Zersetzungsprozess beobachten.

     

    Workshop Boden

    Im Herbst 2022 nahmen alle teilnehmenden Klassen an einem Workshop zum Thema „Boden als wertvolle Ressource“ teil.

    Gemeinsam mit Umweltpädagogin DI Astrid Damböck erarbeiteten die Kinder die Bedeutung des Bodens für Mensch und Umwelt. Im Schulgarten legten sie selbst Hand an und nahmen mit Schaufel und Spaten ein Bodenproben, analysierten die unterschiedlichen Böden mittels Fühl- und Rollprobe und entdeckten zahlreiche Bodenlebewesen wie Regenwürmer und Larven.

    Am Ende des 2 stündigen Workshops waren alle Schüler davon überzeugt, wie wichtig es ist, mit der Ressource Boden sparsam und achtsam umzugehen und diese zu schützen.

     

    Workshop "Fit in die Klimazukunft"

    Den Auftakt des Klimaschulprojektes bildete der Workshop "Fit in die Klimazukunft" des Klimabündnis NÖ, der zu Beginn des Schuljahres in allen 6 teilnehmenden Volksschulen stattfand.

    Die Vortragende DI Christiane Barth nahm die Kinder mit auf eine Reise rund um die Welt um die verschiedensten Auswirkungen des Klimawandels sichtbar zu machen.

    Darüber hinaus verdeutlichte sie auch die Bedeutung von Anpassungsmaßnahmen an Klimaveränderungen, die wir alle bereits spüren.

    Im zweiten Teil konnten die Schüler selbst experimentieren und den Boden rund um die Schule untersuchen.

     

    Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert.