Trinkwasser

Wasserhaushalt: Der regionale Trinkwasserplan

Glas+Wasser_klein Bei der Erhebung zur Trinkwassersicherung in Niederösterreich 2013 wurden unter Berücksichtigung bestehender Versorgungsstrukturen und der Nähe zu überregionalen Transportleitungen zwei Regionen in Niederösterreich identifiziert, wo bei länger anhaltender Trockenheit Versorgungsengpässe auftreten können, und wo daher besonderes Augenmerk auf die zukünftige Sicherstellung der Wasserversorgung zu legen ist. Eine dieser Regionen ist das mittlere Waldviertel, in dem sich auch das Waldviertler Kernland befindet.

In dieser Region sind aufgrund der geringen Erschrotbarkeit und fehlender Bodenspeichervolumina lokale Quantitätsprobleme zu befürchten. Diese werden durch den Klimawandel weiter verstärkt. Durch den Anstieg der Temperaturen und die Veränderung der Regenintensität (schnell abfließender Starkregen) in den letzten Jahren verstärkte sich die Problematik der Trinkwasserversorgung in einigen Gemeinden bereits drastisch. Durch die prognostizierte Veränderung des Klimas in der Region wird diese Problematik weiter zunehmen.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser stellt eine wesentliche moralische und politische Aufgabe der Gemeinden da. Gibt es keine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser wird die Gemeinde nicht mehr als geeigneter Wohnstandort betrachtet, und es kommt zu Abwanderungen bzw. keinen Neuansiedelungen. Die Gemeinden sind vor allem dann betroffen, wenn es zu einer Unterversorgung durch Trockenheit oder Verunreinigung kommt. Auch sind viele Gemeinden selbst Betreiber von Wasserversorgungsanlagen.

Wasserquelle+Mann_kleinInnerhalb dieser Maßnahme ist die Erstellung eines regionalen Trinkwasserplans (TPL) geplant. Dieser bildet die Grundlage für die zukünftige Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Der TPL wird gemeinsam mit allen in den Gemeindegebieten befindlichen Trinkwasserversorgern (Wasserverbände, Gemeindewasserversorger, Genossenschaften, problembehaftete Einzelwasserversorger etc.) im Einvernehmen mit den Fachabteilungen des Landes erarbeitet. Dabei sollen die Stärken und Schwächen sowie Verbesserungspotentiale der derzeitigen Trinkwasserversorgungsstruktur aufgezeigt werden. In einem weiteren Schritt werden gemeinsam mit den Betroffenen nachhaltige Lösungen für eine langfristige, nachhaltige Trinkwasserversorgung ermittelt.

 

Ziele

  • Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für die Ressource Trinkwasser
  • Langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung
  • Erstellung eines Trinkwasserplans für die Region

 

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