Bienen

 Die Biene im Klimawandel

Bienenschwarm_kleinDurch die schwankenden Wintertemperaturen, in denen es immer wieder Perioden mit über 10 C° gibt, beginnen die Bienen aktiv zu werden und unterbrechen ihre Winterruhe. Die Ausdehnung der Vegetationsperioden lässt die Bienen früher aktiv werden und zu brüten beginnen. Aufgrund wiederkehrender Wintereinbrüche im Frühjahr stirbt die Brut und die Bienen werden geschwächt. Darüber hinaus sind die Bienen oft sehr lange im Herbst aktiv, was viele Imker dazu verleitet, zu spät mit der Behandlung gegen Varroa (Bienenmilbe) zu beginnen, da diese noch mit einem Honigeintrag rechnen.

Durch die milden Winter und die Unterbrechung der Brutzeiten sind viele Bienenvölker geschwächt und daher leichter anfällig für Krankheiten. Auch sind durch diese klimatischen Veränderungen andere Behandlungsmethoden bzw. eine Anpassung bei den Behandlungszeiten erforderlich. In den letzten Jahren kam es bereits zu massiven Verlusten bei den Imkern. Diese werden ohne die Entwicklung von geeigneten Anpassungsmaßnahmen in Zukunft noch schwerwiegender ausfallen.

Die Biene trägt wesentlich zum Erhalt unseres Lebensraumes bei. Sie ist für eine erfolgreiche Landwirtschaft, besonders im Obstbau, wichtiger denn je. Ohne Bienen ist auch die Biodiversität gefährdet, da die Biene einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt vieler Pflanzen liefert. Die Sicherung des Lebensraums ist den Gemeinden ein großes Anliegen, daher unterstützen die Gemeinden den Erhalt und die Sicherung der Imkerei in der Region.

Sie wollen gemeinsam mit dem Imkerverband ein intensives Informations- und Schulungsprogramm unter dem Motto „Die Biene im Klimawandel“ umsetzen und mit dem Programm „Jedem Dorf seinen Bienenstock“ weitere Personen zum Imkern motivieren.

Bienestock_kleinJedem Dorf seinen Bienenstock

Zur Sicherung der Biodiversität sind Bienen entscheidend. Den zweiten Teil dieser Maßnahme bildet daher die Entwicklung und Umsetzung des Projekts: „Jedem Dorf seinen Bienenstock“. Dabei wird erhoben in welchen Dörfern es keinen Imker mehr gib. Danach werden, gemeinsam mit der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft, geeignete Standorte in diesen Dörfern erhoben. Dort werden Bienenstöcke aufgestellt und von einem regionalen Imker der Region betreut. Um dieses Projekt auch auf andere Regionen übertragen zu können, wird ein Leitfaden mit Empfehlungen für Bienen-Patenschaften erstellt. Darin ist enthalten, wie ein Bienenstand aussehen muss (Lage, Infrastruktur, …), die rechtlichen Aspekte sowie finanzielle Modelle.

Ziele

  • Bewusstseinsbildung von Imkern für die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biene.
  • Förderung und erhalt der Bienengesundheit.
  • Erhalt der Bienen zur Aufrechterhaltung der Landwirtschaft.
  • Bewusstseinsbildung innerhalb der Bevölkerung für das Zusammenspiel von Klima, Natur und Biene.
  • Forcierung der Imkerei in jedem Dorf zur Sicherung der Biodiversität.

 

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