News / Veranstaltungen

Veranstaltungshinweis

 

Flyer Gartenlust_S1_web

Flyer Gartenlust_S2_web

 

Hier können Sie den Flyer der Vortragsreihe „Dienstag ist Gartentag“ downloaden: „Dienstag ist Gartentag“

 

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Einladung_Kromp-Kolb_Nöhagen

*Em.O.Univ.Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb war Mitgründerin und Leiterin des Zentrums für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur Wien (Schwerpunkt gesellschaftliche Transformation, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Paradigmenwechsels in der Wissenschaft); Mitglied wissenschaftlicher Beratungsgremien und war maßgeblich an der Gründung des Climate Change Centers Austria (CCCA, 2011) sowie der Allianz Nachhaltige Universitäten (2014) beteiligt. Sie ist Mitinitiatorin des ersten Österreichischen Sachstandsberichts Klimawandel 2014 (AAR14) und hält zahlreiche Vorträge und Vorlesungen. Sie ist seit Oktober 2017 im Ruhestand.

 

 

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VS Kinder entdecken Bichel & Kobel

IMG_7660Diese, für unsere Landschaft so prägenden Elemente, werden von den 500 Volksschulkindern des Waldviertler Kernlands erkundet.

Die Waldpädagogen Sabrina Kronik und Peter Eichinger zeigen den Kindern anschaulich welche Vielfalt an Bäumen und Sträuchern dort wachsen. Mit Becherlupen fangen die Kinder unterschiedlichste Tiere ein, betrachten diese und lernen dabei die große Vielfalt kennen. Auch der wertschätzende Umgang mit der Natur wird den Kindern spielerisch nähergebracht. So werden auch die betrachteten Tiere wieder dort freigelassen, wo sie auch gefunden wurden.

Organisiert werden dieses Lehrausgänge von der KLAR! Region Waldviertler Kernland. „Bichel, Kobel und Baumreihen spielen eine große Rolle bei unterschiedlichen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung.“, erläutere Doris Maurer vom Waldviertler Kernland. Sie bilden einen natürlichen Windschutz, sind wesentlich für den Erhalt der Biodiversität und beeinflussen den Wasserhaushalt in der Region.

VS Bad Traunstein 4.K (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

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Infotag Humus & Dammkultur  

Dammkultur_Humus_webDie klimatischen Veränderungen stellen die Landwirtschaft vor immer größeren Herausforderungen. Neben der Trockenheit in einigen Gebieten sind es vor allem die Starkregenereignisse die der Landwirtschaft zu schaffen machen. Gute humusreiche Erde wird abgeschwemmt und fehlt auf den schwachen Hügeln. „Wasser und Humus müssen wir dort halten wo wie sie brauchen.“, so Dietmar Hipp, Obmann der Landwirtschaftskammer Zwettl in seinem Anfangsstatement.

Eine Mögliche Lösung stellt die Dammkultur dar. Diese wurde beim Infotag „Dammkultur & Humus“ am 29. Juli in Grafenschlag vorgestellt. Nach der Begrüßung durch Obmann Bgm. Robert Hafner, gab Robert Schneider (BIO Austria) einen kurzen Einblick in die Entstehung und Wichtigkeit von Humus. So ist nur 9% der Erdoberfläche nutzbares Acker- und Weideland, und es dauert, bei einer positiven Fruchtfolge, bis zu 98 Jahre um den Humusgehalt um 1% zu steigern. Angesichts dieser Tatsachen ist der Erhalt der Humusschicht auf den Feldern von zentraler Bedeutung für die Landwirtschaft.

Julian Turiel (der Entwickler der Dammkultur) und Christoph Ratheiser (Biobauer in Grafenschlag) stellten anschließend die Dammkultur vor. Dabei werden Getreide, Mais, Gemüse oder auch Alternativkulturen wie Kerbel oder Petersilie auf Dämmen
angepflanzt. Ähnlich wie beim Kartoffelanbau werden die Früchte auf der Dammkrone allerdings nicht mit Pflugscharten, wie
beim Postwurf_VorderseiteKartoffelbau sondern mittels Häufelpflug angepflanzt. Die besondere Beschaffenheit des Häufelpflugs ermöglicht eine sehr bodenschonende Bearbeitung, bei der die Erde nur belüftet aber nicht stark umgedreht was sich positiv auf das Bodenleben auswirkt. Durch die Bepflanzung auf der Dammkrone kann bereits wenige Wochen nach der Saat eine erste maschinelle und genaue Unkrautbekämpfung und weitere Lockerung des Bodens erfolgen. Durch diese Bewirtschaftung wird der Boden gut belüftet und Unkräuter wie Distel, Quecke und Ampfer verschwinden von selbst.

Der lockere Boden kann zudem auch rasch größere Wassermengen aufnehmen und halten da sich durch die Dammkultur der dafür wichtige Ton-Humus-Komplex im Boden bildet. Die Dämme sorgen zudem für ein eigenes Mikroklima: Das Sonnenlicht trifft nicht überall gleich intensiv auf den Boden, es entstehen Temperaturunterschiede und Luftzüge, welche das Pflanzenwachstum zusätzlich positiv beeinflusst.

Nach dem Theoretischen Teil der Veranstaltung wurden zahlreiche Flächen des Biobetriebes Ratheiser in Grafenschlag besucht sowie der Häufelpflug betrachtet. Dabei wurden die Vorteile und die Bearbeitungsschritte diskutiert und kritisch hinterfragt.

Der Infotag wurde von der Kleinregion Waldviertler Kernland im Rahmen des Projektes KLAR! veranstaltet. Durch die Veranstaltung führte Doris Maurer, GF der Kleinregion WKL und KLAR! Managerin.

 

 

weitere Fotos vom Infotag:

 

 

 

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Der ORF war im Kernland!

Das Waldviertler Kernland ist eine von 21 KLAR! Regionen geworden. Sie wird daher vom Klima- und Energiefond bei der Umsetzung der 2017 erarbeiteten Klimawandelanpassungsstrategie unterstützt.

Der ORF Niederösterreich hat aus diesem Grund die Region besucht und einen Bericht zu den Schwerpunktthemen erstellt. Dieser wurde am 10. Juni um 19:00 Uhr im ORF2 ausgestrahlt.

KLAR_ORF_web

Das KLAR! Programm:

Die Gemeinden der Kleinregion haben bereits 2017 eine Klimawandelanpassungsstrategie mit 10 Maßnahmen entwickeln, welche in den nächsten 2 Jahren umsetzen werden. Diese umfassen folgende Bereiche:

  1. In Kooperation mit der Agrarbezirksbehörde soll das Programm „Humusbilanzierung“ in der Region weiter ausgebaut werden. Durch den Erhalt und die Verbesserung der Humusdecke wird die nachhaltige Nutzung des Bodens gefördert, mehr Regenwasser in der Fläche gehalten und die Biodiversität gefördert.
  2. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Imkerei ist noch weitgehend unbekannt und soll in der Maßnahme „Die Biene im Klimawandel“ thematisiert werden. Dazu werden Vorträge, Exkursionen und Workshops angeboten. Darüber hinaus wird versucht in jedem Dorf wieder einen Bienenstandort zu errichten.
  3. Hof-ferne Waldbesitzer sollen durch Waldpfleger bei der klimagerechten Bewirtschaftung des Waldes unterstützt werden. Besonders bei Käferbefall ist ein rasches Handeln nötig.
  4. Durch die Erstellung eines regionalen Trinkwasserplans soll eine langfristige und nachhaltige Trinkwasserversorgung für nachfolgende Generationen gesichert werden. Das Land Niederösterreich hat die Region Waldviertler Kernland als Trinkwasser-gefährdete Region identifiziert!
  5. Aufgrund der Zunahme von Starkregenereignissen erfolgt in dieser Maßnahme die Grundlagenerhebung für die Schaffung von Retentionsflächen und Grundwasser-Anreicherungsgebieten.
  6. Aus Leerstand sollen klimaschonend Ferienzuhause werden, die es vor allem Familien mit Kindern und älteren Menschen ermöglichen, in den heißen Sommermonaten im Waldviertel zu wohnen. Dadurch kann auch ein zusätzliches Einkommen lukriert werden.
  7. Es werden gezielt Bodenschutzanlagen „Bichel, Kobel und Baumreihen“ erhalten und neu angelegt um einerseits die Bodenerosion einzudämmen und andererseits um die Biodiversität zu fördern.
  8. Im Rahmen der Maßnahme „Der Garten im Klimawandel“ entstehen Konzepte und Anleitungen für „klimaangepasstes“ und „klimasensibles“ Gärtnern.
  9. Mit dem Schulprojekt – „Ich und der Klimawandel“ soll nachhaltiges Denken und das Bewusstsein für die Auswirkungen klimatischer Veränderungen bei den Kindern manifestiert werden.

 

Der Klimawandel betrifft uns alle!

Egal ob das Trinkwasser knapp wird, der Starkregen Schlamm und Erde in die Gärten und Keller schwemmt, oder ob durch den Borkenkäfer der Baumbestand katastrophal geschädigt wird.

Daher sind alle EinwohnerInnen herzlich eingeladen bei einer oder mehreren Maßnahmen mitzuwirken. Bitte einfach im Büro des Waldviertler Kernlands melden.

Tel: 02872 200 79 20 oder office@waldviertler-kernland.at.

 

 

 

 

 

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