„Leerstandsreduktion durch soziale Integration von Zuzüglern im ländlichen Raum am Beispiel „Waldviertler Kernland““ so der offizielle Titel des Projekts.
Einfachheitshalber werden wir diesen aber mit „Wohnbauforschung“ abkürzen, da diese Projekt von der NÖ Wohnbauforschung gefördert wird.

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Hintergrund

Die demographische Entwicklung (Bevölkerungsrückgang, Alterung der Gesellschaft, …) stellt für die Gemeinden des Waldviertler Kernlands eine große Herausforderung dar. Nicht nur ist der Erhalt der Infrastruktur von dieser Entwicklung betroffen, auch die negativen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben werden immer drastischer.

Daher wollen die Gemeinden unterschiedliche Aktivitäten setzen, um einen Zuzug zu forcieren. Dabei ist es den Gemeinden besonders wichtig, die Zuzügler so schnell als möglich ins aktive Gemeindeleben zu integrieren. So soll einerseits die soziale Struktur gestärkt werden, andererseits sollen von Beginn an Barrieren abgebaut und Konflikte vermieden werden.

Inhalt

  • Im Fokus dieser Forschung stehen einerseits die Frage nach den Motiven von Personen, die ins Waldviertel ziehen, und andererseits die Ermittlung und Evaluierung von Faktoren und Maßnahmen für eine rasche soziale Integration dieser Personen.
  • Aufgrund welcher Motive ziehen Personen ins Waldviertel?
  • Welche Auswirkungen haben die Motive auf die Wahl der Gebäude, in die diese Personen ziehen?
  • Wie können diese Personen rascher ins soziale Leben integriert werden? Es gibt bereits Erhebungen bezüglich der demographischen Merkmale von Personen, die ins Waldviertler Kernland ziehen, aber nicht bezüglich der Motive. Die Forschung bezieht sich daher auf die Motive: „Warum jemand ins Waldviertel zieht?“ und wie sich das auf die Wahl der Objekte auswirkt.

Durch das Finden von Zusammenhängen zwischen gewähltem bzw. gesuchtem Objekt und den Motiven können wichtige Rückschlüsse auf die angestrebte soziale Integration getroffen werden. Darauf aufbauend werden entsprechende Maßnahmen konzipiert, welche die Grundlage für den zweiten Teil der Forschung bilden.

Ziele

  • Steigerung des Zuzugs und Reduktion des Leerstandes mit Fokus „Gemeindezentren“
  • Vermeidung von Konflikten: Einheimische <-> Zuzügler
  • Sicherung der sozialen Struktur

Ablauf

Das Projekt besteht aus vier wesentlichen Projektschritten, welche im Zeitraum März 2018 bis Februar 2021 umgesetzt werden.

  • Erhebung des Ist-Standes
    • Demographische Daten
    • Daten zur Leerstandsentwicklung
    • Recherche von Faktoren für gute Integration
  • Erhebung und Entwicklung von Maßnahmen
  • Implementierung und Umsetzung der Maßnahmen
  • Anpassung, Evaluierung und Berichtslegung

Beteiligte Organisationen

Um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können und vor allem um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit der Initiative „Wohnen im Waldviertel“ und der NÖ.Regional GmbH besonders wichtig. Dazu werden Vertreter dieser Organisationen bei allen strategischen Entscheidungen miteinbezogen und die Ergebnisse aus diesem Projekt laufend diskutiert und besprochen. So soll ein konstanter Wissenstransfer stattfinden und auch die Erfahrungen dieser Organisationen in das Projekt einfließen.

Das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten wird den gesamten Forschungsprozess begleiten und wesentlich mitgestalten, sowie die Umsetzung der Maßnahmen und deren Erfolg evaluieren. Damit konnte ein kompetentes, innovatives, offenes und an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiertes Forschungsinstitut gewonnen werden.